Unsere Erfahrungen mit der Firma Solartechnics
Wir waren Servicepartner der Firma Solartechnics und vertrauten auf deren Seriosität, ein schwerer Fehler. Wir fühlen uns von Solartechnics betrogen und haben deshalb Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück gestellt Aktenzeichen NZS 521 Js 21947/10.
Lesen Sie in dieser Chronologie und den hier veröffentlichten Dokumenten, machen Sie sich ein eigenes Bild. Ich habe diesen Beitrag geschrieben, um anderen Installateuren, Verkäufern und Endkunden von Solaranlagen ein ähnliches Schicksal zu ersparen.
Solartechnics wirbt mit hochwertiger Qualität ihrer PV- Module, die Sie vertreiben und verspricht mehr als 10 Jahre Garantie auf die Module. Wenn Sie die hier veröffentlichten Dokumente gelesen haben, wissen Sie was eine solche Garantie wert ist.
Chronologie zweier Aufträge mit Solartechnics:
Am 17.3.2010 haben wir einem Kunden zwei Photovoltaikanlagen auf Basis der Händlerpreise der Firma SN Solartechnics GmbH & Co Kg, angeboten.
Am 18.3.2010 telefonierten wir mit dem damaligen für uns zuständigen Vertriebsleiter Süd der Firma Solartechnics Herrn Oliver Zeriadtke, um zu erfragen, ob eine rechtzeitige Lieferungen von zwei Komplettanlagen möglich sei, so dass diese beim Kunden vor dem 1.7.2010 ans Netz angeschlossen sein können.
Herr Zeriadtke bestätigte dies ausdrücklich. Dies sei überhaupt kein Problem sofern die Aufträge noch bis zum 19.3.2010 um 20:00 Uhr bei Solartechnics eintreffen würden.
Nach diesem Zeitpunkt war eine Preiserhöhung von 300 € pro kWp angekündigt.
Herr Zeriadtke versicherte ausdrücklich, dass es für bestehende Aufträge und Aufträge, die noch im März reinkämen, keine Lieferprobleme gäben würde, da die Module und Wechselrichter für die bestellten Anlagen reserviert werden. Generell gelte nach wie vor eine Lieferung von 2-3 Wochen nach Zahlungseingang.
Am 19.3.2010 erteilen wir Solartechnics zwei Aufträge im Gesamtwert von 58.000 € per Fax, die Solartechnics noch vor 20:00 Uhr erreichten.
Die Auftragsbestätigungen unserer Aufträge vom 19.3.2010 erreichten uns am 31.3.2010 inkl. Zahlungsbedingungen. Darin war vereinbart, dass unser Kunde die gesamte Summe inklusive unserer Marge auf ein Treuhandkonto, eines von Solartechnics festgelegten Treuhänders/Ihr Steuerberaters, einzahlen sollte. Der Kunde wählte aus Sicherheitsgründen diese Option.
Da in der Auftragsbestätigung kein fester Lieferzeitpunkt genannt wurde, haben wir sofort und mehrfach einen festen Liefertermin gefordert. Sowohl von Herrn Landwehr, Mitglied des Vorstands, als auch von dem Vertriebsleiter Süd, Herrn Zeriadtke, sowie dem Innendienstmitarbeiter Herrn Ordung, wurde nochmals bestätigt, dass, sobald der gesamte Betrag bei Solartechnics eingegangen ist, binnen 2- bis 3 Wochen die kompletten Anlagen geliefert werden.
Entgegen den Vertragsbedingungen (Auftragsbestätigungen) erhielten wir am 15.04.2010 eine Mahnung der Buchhaltung von Solartechnics, die hierin 20% der Auftragssummen forderte. Gegenüber Herrn Landwehr und Herrn Zeriadtke wiesen wir auf den geschlossenen Vertrag hin.
Hier die Reaktion von dem Vorstandsmitglied Daniel Landwehr:

Am 20.04.2010 erging von Solartechnics eine Auszahlungsanweisung, ohne Rücksprache mit uns, an unseren Kunden mit folgenden Bedingungen:
100% Einzahlung (inkl. unserer Marge) auf das Treuhandkonto des Steuerberaters der Firma Solartechnics.
Davon sollten plötzlich 80% bei Lieferung der Module und der Unterkonstruktion zur Auszahlung an Solartechnics freigegeben werden, was ganz und gar nicht unserer Vereinbarung entsprach.
Hierbei muss man wissen, dass die Gesamtsumme, die der Kunde entrichten sollte, unseren Anteil von ca. 20% (Marge und Installationskosten) enthielt. Somit hätte Solartechnics 100% ihres Verkaufspreises erhalten, obwohl ein erheblicher Teil der Anlagen, die Wechselrichter nicht im Lieferumfang enthalten sein sollten.
Die restlichen 20% der Gesamtsumme sollten bei Lieferung der Wechselrichter vom Treuhandkonto zur Auszahlung an Solartechnics freigegeben werden. Ein Liefertermin für die Wechselrichter wurde uns auch nach mehrfacher Anforderung nicht genannt. Eine Mitarbeiterin der Servicehotline ließ durchblicken, dass eine Lieferung der Wechselrichter ihres Wissens nicht vor Oktober möglich sein werde.
Offenbar wusste man bei Solartechnics bereits zu diesem Zeitpunkt, dass eine rechtzeitige Lieferung der Wechselrichter vollkommen ausgeschlossen war. Und wie es scheint, wußte man dies auch schon, als die Aufträge angenommen wurden.
Aus diesem Grund haben wir am 4. Mai ein Fax und eine Email an die Geschäftsführer Karl-Heinz Zimmer und Sven Niemannn gesandt und eine Stellungnahme verlangt.
Hier die Antwort:

Am 3. Mai war die Gesamtsumme auf dem Treuhandkonto bereits gutgeschrieben. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir immer noch keinen verbindlichen Liefertermin für die komplette Technik. Vielmehr behauptete Herr Landwehr und ihr Steuerberater noch am 6.5.2010, dass kein Geld auf dem Konto sei. Erst unsere Nachfrage bei der Sparkasse des Steuerberaters ergab dann das Gegenteil!
Noch am 9. Mail verweigerte Solartechnics weiter jegliche verbindliche Aussage eines verbindlichen Liefertermins, noch hatte sich einer der Mitarbeiter, wie durch Herrn Zimmer angekündigt, diesbezüglich mit uns in Verbindung gesetzt. Was sein „Sorry“ in Gänsefüsschen betrifft, muss man wissen, dass im Englischen ein solches „Sorry“ bedeutet: „Rutsch mir den Buckel runter“.
Deshalb wurden unsere Forderungen nach einem verbindlichen Liefertermin nun massiver, was dazu führte, dass die zuständigen Mitarbeiter von Solartechnics sich ganz offensichtlich verleugnen ließen, für uns nicht mehr erreichbar waren. Auf Emails von uns wurde nicht mehr geantwortet. Auch der bis zu diesem Zeitpunkt noch mögliche Direktkontakt zu Herrn Landwehr wurde uns verwehrt, nachdem er beim letzten persönlichen Versuch, von ihm nun endlich eine verbindliche Lieferzusage erhalten zu wollen, Herr Landwehr einfach auflegte. Der Ton und die Geschäftsgebaren der leitenden Herren der Firma Solartechnics sind sind nach meiner Meinung unseriös.

Ihn hatte man, was wir einige Tage später erführen fristlos gekündigt.
Sein Nachfolger Herr Ganser, war dann für uns ab dem 14. Mai per Email erreichbar. Nun ging das Hinhalten erst richtig los. Nicht nur, dass er sich in immer neue Widersprüche verstrickte. Er forderte uns auf, einer einer Lieferung von minderwertigen Modulen zustimmen zu sollen.
Er teilte uns mit, dass die am 19.03.10 bestellten Anlagen mit den 185 WP Modulen nicht lieferbar sind und versuchte von uns eine Bestätigung für die Lieferung von minderwertigen 180er Modulen zu bekommen. Wenn wir noch heute der Lieferung der minderwertigeren Module zustimmen würden, könnten die beiden Anlagen in 2 Wochen beim Kunden sein.
Auf die Frage nach den Wechselrichtern sagte er Wort wörtlich:
Zitat:
„Wollen Sie die Analgen oder nicht. Mir ist das vollkommen egal, ob Sie die Anlagen bekommen oder nicht. Die Wechselrichter kann ich erst zusammenstellen, wenn ich von Ihnen definitiv Ihr Einverständnis zur Lieferung der 180ziger Module erhalten habe. Ansonsten kann ich Ihnen auch nicht mehr helfen. Dann müssen Sie sehen, wie sie zu Ihren Anlagen kommen."
Zitat Ende.
Unseren Kunden haben wir daraufhin sofort informiert, dass Solartechnics uns ganz offensichtlich nicht beliefern kann. Sie konnten weder die in der Auftragsbestätigung bestätigten 185ziger Module, noch passende Wechselrichter liefern.
Vielmehr versuchte Solartechnics an den gesamten Kaufpreis zu gelangen, ohne die Wechselrichter zu liefern.
Wir forderten den Kunden auf, keinerlei Zahlungen frei zu geben, solange die Anlagen nicht komplett geliefert worden sind. Unser Kunde stornierte daraufhin beide Aufträge.
Wir blieben auf Kosten der geleisteten Vorarbeiten sitzen und verlieren den Gewinn an diesen Aufträgen. Hätte uns Solartechnics rechtzeitig über ihre Liefersituation informiert, wären wir in der Lage gewesen, den Schaden für uns und unserem Kunden abzuwenden. Denn Ende März gab es noch Komplettanlagen bei anderen Großhändlern. Uns lagen mehrere entsprechende Angebote vor.
Da weiterhin keine leitende Person von Solartechnics für uns erreichbar war und auf Faxe oder Emails von unserer Seite keinerlei Reaktion seitens Solartechnics erfolgte, drohten wir nun Solartechnics mit einer Anzeige wegen des Verdachts auf Betrug, was wir dann auch taten.
Aktenweichen: NZS 521 Js 21947/10
Wir sind nicht die Einzigen
http://www.gutefrage.net/frage/solartechnics-photovoltaik-module-erfahrung
Falsche oder unrealistische Versprechungen?
Mit welchen Methoden Sorartechnics arbeitet zeigt auch eine Newsletter, die uns am 17.006.2010 erreichte.

Jeder kann sich selbst darauf seinen Reim machen.
Wenn man Aufträge angenommen hat und keine Wechselrichter liefern kann, sucht man nach Möglichkeiten seine Kunden zu beruhigen. Wenn sich aber der jeweilige Energieversorger auf eine solche Argumentation nicht einlässt, wer hat dann wohl den schwarzen Peter? Außerdem ist die Geschichte nicht nur technischer Nonsens, sondern auch noch lebensgefährlich.
Inbetriebnahme mit Glühlampe. Wie soll denn so eine Glühlampe aussehen? Hat die eventuell sogar 2 MPP Traker die sich der Spannung anpassen. 8 Module in Reihe bei voller Sonne bringen locker 1000Watt. P=U*I. Es handelt sich hier um Gleichspannung. Wer was falsch macht, verbrennt sich gewaltig. Der Lichtbogen wird bis 10cm lang. Mehr dazu hier
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